Was ist ein Schwarm?
Im Frühsommer teilt sich ein starkes Bienenvolk. Die alte Königin zieht mit etwa der Hälfte der Bienen aus und sucht sich eine neue Heimat. Das ist natürliche Vermehrung und kein Anzeichen für Krankheit.
Bis die Spurbienen eine passende Höhle gefunden haben, hängt der Schwarm als dichte Traube an einem Ast, Zaun oder Dachvorsprung. Das dauert Stunden, manchmal ein bis zwei Tage. Dann fliegt er weiter.
Keine Panik
Schwarmbienen sind meist friedlich. Sie haben keine Brut und keinen Honigvorrat zu verteidigen. Trotzdem gilt: Abstand halten, nicht anfassen, nicht anpusten oder besprühen.
Das kannst du tun
- Ruhig bleiben und Kinder und Haustiere fernhalten.
- Foto und Ort festhalten. Eine genaue Adresse oder ein Kartenpunkt und ein Foto aus sicherem Abstand helfen dem Imker am meisten.
- Olaf rufen. Olaf fängt Schwärme in Ludweiler und im Umkreis von etwa 10 km. Ruf ihn an: 06898 4480663.
- Woanders im Saarland: Im Regionalverband Saarbrücken sammelt der Imker-Kreisverband Meldungen zentral per WhatsApp und gibt sie an Imker in deiner Nähe weiter. Die Nummer findest du auf der Seite des Kreisverbands.
- Notruf 112 nur, wenn Menschen in Gefahr sind, etwa bei Schwärmen an Wegen mit Kindern, Allergikern oder in Gebäuden.
Ist es wirklich ein Schwarm?
Honigbienen sind bräunlich, pelzig und etwa so groß wie eine Reißzwecke. Wespen sind glatt, leuchtend gelb-schwarz und schlank. Schwärme hängen offen und bewegen sich als Masse. Fliegen Bienen dagegen ständig in eine Mauerfuge oder einen Dachkasten ein und aus, ist das ein bewohntes Nest. Auch dann ist ein Imker der richtige Ansprechpartner.
Warum fangen Imker Schwärme ein?
Für Imker ist ein Schwarm ein Geschenk: ein neues Volk, das im Idealfall in einer Kiste landet statt in einem Schornstein. Für Anwohner ist es eine Sorge weniger.
Stand: Oktober 2026. Die Meldeadresse des Kreisverbands kann sich ändern, deshalb verlinken wir auf dessen Seite.