Wildbienen und Blühwiesen

Über 550 Wildbienenarten leben in Deutschland. Mit ein paar Handgriffen hilfst du ihnen.

Honigbienen sind nur eine Art von vielen

In Deutschland leben über 550 Wildbienenarten. Hummeln gehören dazu, aber auch winzige Sand-, Mauer- und Furchenbienen. Die meisten leben allein, nicht im Volk, und bauen ihre Nester im Boden, in hohlen Stängeln oder in Totholz. Viele davon sind auf bestimmte Blüten angewiesen.

Honigbienen und Wildbienen brauchen dasselbe: Nahrung über das ganze Jahr und Platz zum Nisten. Wer eins davon fördert, hilft beiden.

Fünf Dinge, die sofort wirken

  • Heimische Blüten pflanzen. Wilde Möhre, Natternkopf, Margerite, Wiesensalbei und Skabiose sind Dauerbrenner. Ungefüllte Blüten geben Nektar und Pollen, gefüllte Zuchtformen meist nicht.
  • Nicht alles auf einmal mähen. Lass Streifen stehen, damit immer etwas blüht.
  • Offene Bodenstellen lassen. Viele Wildbienen graben ihre Nester in sandige, sonnige Erde.
  • Totholz und markhaltige Stängel stehen lassen. Brombeer- und Holunderstängel sind Wohnungen.
  • Auf Gift verzichten. Insektizide treffen Nützlinge genauso wie Schädlinge.

Insektenhotel?

Ein gut gebautes Hotel mit Löchern in hartem Holz hilft einigen Arten. Billige Modelle mit Tannenzapfen und Stroh bleiben dagegen leer. Besser sind Totholz, Sandflächen und eine vielfältige Wiese.

Und der Imker?

Auch Olaf kennt den Unterschied, den eine gute Weide macht: Am Linslerhof wachsen sehr viele Linden, und in guten Jahren schmeckt man das im Honig.